
Branche
IT-Beratung
Leistungen
Research, UX/UI-Design, Video Production, Photography
Monavia — digitale Unternehmensberatung mit Fokus auf IT-Strategie, Softwareentwicklung und digitale Produktentwicklung.

Kontext
Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung sollte die Website von Grund auf neu gedacht werden — mit einem klaren Ziel: zeigen, wer Monavia wirklich ist und was das Unternehmen von anderen unterscheidet.
Viele Beratungen kommunizieren ähnlich: „maßgeschneiderte Lösungen", „ganzheitlicher Ansatz", „auf Augenhöhe" — Begriffe, die austauschbar sind und am Ende keine Orientierung geben. Bei Monavia sollte das Gegenteil gelten. Statt abstrakter Versprechen sollte die Website konkret zeigen, was den Unterschied macht — beginnend bei der Preisfrage, die in der Beratungsbranche meist erst nach einem unverbindlichen Erstgespräch beantwortet wird.
Den gesamten Prozess habe ich geleitet und eigenverantwortlich verantwortet: strategische Research-Phase, Branding, Visual Design, Animationen, Fotografie, Videoproduktion und technische Umsetzung in Webflow.
Unterstützt wurde ich dabei von zwei Designern, den Großteil der Arbeit habe ich jedoch selbst umgesetzt. Weil Strategie, Design und Technik so eng in einer Hand zusammenliefen, ließ sich das Transparenz-Versprechen konsequent bis in jedes Detail durchziehen — vom ersten Werbetext bis zur letzten Komponente im Projektrechner.

Deshalb stand ein interaktiver Projektrechner im Zentrum der neuen Website:
Interessenten geben in wenigen Schritten Projektart, Umfang und Anforderungen ein und erhalten sofort eine realistische Preisspanne — noch bevor sie überhaupt Kontakt aufnehmen.
Was sonst Verhandlungssache ist, wird hier zur Information, die jeder selbst abrufen kann. Das war kein zusätzliches Feature, sondern das konkrete Designprinzip, an dem sich der Rest der Website orientierte: lieber eine Antwort zu viel geben als eine Frage offenlassen.

Dieselbe Haltung bestimmte auch die Videoproduktion. Statt geskripteter Imagefilme mit einstudierten Sätzen entschieden wir uns für unmoderierte, ungeskriptete Interviews mit den Menschen hinter Monavia.
Keine vorbereiteten Antworten, keine Teleprompter — nur echte Gedanken, so wie sie im Moment formuliert wurden.
Das Ergebnis sind Videos, die bewusst auf Hochglanz-Inszenierung verzichten und stattdessen zeigen, wie das Team tatsächlich denkt und arbeitet — ein weiterer Baustein, der das Transparenz-Versprechen der Marke einlöst, statt es nur zu behaupten.
Diese Haltung zieht sich durch die gesamte Website — von der direkten, unprätentiösen Sprache in den Texten bis zu Leistungsbeschreibungen, die konkrete Vorgehensweisen statt vager Methodik-Buzzwords zeigen.
Das Ergebnis ist eine Marke, die sich bewusst von der üblichen Beratungssprache abhebt: ehrlich nicht nur im Ton, sondern auch in der Struktur der Website selbst.

Learnings
Eine der größten Herausforderungen war gar nicht gestalterisch, sondern organisatorisch: den Geschmack und die Erwartungen aller Stakeholder unter einen Hut zu bringen — Geschäftsführung, Marketing, Mitarbeiter und die beiden Designer, die mich unterstützten. Jede Gruppe hatte ein eigenes Bild davon, wie Monavia wirken sollte, und ein Teil meiner Aufgabe war es, daraus eine klare, konsistente Ausrichtung zu destillieren, hinter der am Ende alle stehen konnten — statt einen Kompromiss, der niemanden wirklich überzeugt. Die Videoproduktion war für mich persönlich komplettes Neuland und entsprechend die steilste Lernkurve im Projekt. Das fing beim technischen Setup an: Licht, Umgebung und die Positionierung von zwei Kameras gleichzeitig richtig einzurichten, war anfangs reine Trial-and-Error-Arbeit. Noch schwieriger war es, die Leute vor der Kamera tatsächlich zu entspannen — bei ungeskripteten Interviews entscheidet sich in den ersten Minuten, ob jemand natürlich spricht oder sich verkrampft an Antworten erinnert, die "richtig" klingen sollen. In der Post-Production kam dann die nächste Lernkurve: aus ein bis zwei Stunden rohem Material drei bis fünf Minuten herauszuschneiden, ohne dass es bearbeitet oder inszeniert wirkt, dazu Color Grading und Soundfixes — alles Bereiche, in denen ich vorher kaum Erfahrung hatte. Im Rückblick war genau das der Punkt: Beide Herausforderungen — Stakeholder-Alignment und Videoproduktion — zwangen mich, mich aus meiner Designer-Komfortzone herauszubewegen und Fähigkeiten zu entwickeln, die für das Endergebnis genauso entscheidend waren wie das visuelle Design selbst.







